25 März 2007

Schlafqualität

Ein gemütliches Bett ist etwas wunderbares. Mein Bett ist mein absoluter Lieblingsort zuhause. Dorthin kann ich mich immer zurückziehen: wenn ich meine Ruhe haben will, wenn ich traurig bin, und natürlich zum schlafen.

Im meinem Bett fühle ich mich demnach richtig wohl. Ich habe ein Kopfkissen das meinem Nacken richtig gut tut, und das ich nicht mehr hergeben würde. Meine Matratze ist auch super, ich schlafe also meist ziemlich gut. In fremden Betten hingegen schlafe ich lange nicht so gut und erholsam wie zuhause. Mein Körper ist mit der Krankheit einfach viel empfindlicher geworden. Er gewöhnt sich nicht mehr so schnell an neue (Schlaf)Situationen. Schon ein schlechtes/ungewohntes Kopfkissen kann mich um einen ruhigen Schlaf bringen und kann mir ebenfalls Schmerzen im Nacken am Morgen bereiten. Doch nicht nur mein Nacken ärgert sich über das ungewohnte Bett, manchmal schreien auch der Rücken und die Beine nach meinem gewohnten Schlafplatz. Und dabei ist der Schlaf oft so wichtig, weil der Körper sich in dieser "ruhigen" Zeit von den Strapazen des Alltags erholen kann.

Geht es Euch auch manchmal so dass Euer Körper sich nur schwer an neue Situationen gewöhnen kann?

22 März 2007

Leise rieselt der Schnee ....

Bei uns ist heute der Winter ausgebrochen. Den ganzen Tag lang schneit es bereits und draussen ist es ganz weiss.

Wenn es zu schneien beginnt, muss ich immer an den Winter nach meinen Hüftoperationen denken ... bei einem solchen Wetterumschwung haben nämlich meine Narben immer wie wild gejuckt. Ich war so etwas wie eine Wettervorhersage auf 2 Beinen :)

Heute ist dem nicht mehr so, meine Narben jucken sozusagen nicht mehr, aber doch kriegen meine Gelenke noch den ein oder anderen Wetterumschwung mit. Nass-kaltes Wetter mögen meine Gelenke zum Bespiel nicht besonders, ich fühle mich dann körperlich nicht auf der Höhe und habe auch meist mehr Schmerzen als sonst.

Rheuma-Patienten können also auch wetterfühlig sein (muss aber nicht sein), und wer bei welchem Wetter mehr Schmerzen bekommt, hängt auch ganz von der Person selbst ab.

20 März 2007

"Apfelessig, Ingwer, Orangensaft ...

... helfen erfolgreich gegen rheumatoide Arthritis!"

Wer hat noch nicht solche Berichte und Aussagen gelesen und gehört?
Wenn ich solche Sachen lese und daran denke, welch starke Medikamente ich nehmen muss um nicht komplett unbeweglich zu sein und starke Schmerzen aushalten zu müssen, kann ich nur den Kopf schütteln. Es wäre natürlich toll, dass, wenn ich jeden Tag eine Tomate essen würde, mein Rheuma verschwinden würde. Aber solchen Aussagen stehe ich doch sehr skeptisch gegenüber. Mittlerweile lese ich solche Artikel schon nicht mehr, oder reagiere nur mit einem kurzen Augenrollen darauf.

Ausserdem hat noch kein Arzt mir je gesagt: "Das Nahrungsmittel hilft gut gegen dein Rheuma, iss mal genug davon". Also denk ich mir, dass da nicht so viel dahinterstecken kann.

Manchmal machen mich solche Aussagen fast ein bisschen wütend. Als mein Rheuma angefangen hat, haben natürlich viele Leute gemeint, sie müssten mir und meinen Eltern weise Ratschläge erteilen ("Bei Rheuma darf man nur rohes Gemüse essen" ...), Leute die keine Ahnung hatten, was Rheuma eigentlich ist, wie die Krankheit verläuft, was die Ursachen sind, ... aber doch gross reden mussten.

Wie steht Ihr zu solchen, "vielversprechenden" Artikeln und Aussagen? Nehm Ihr die ernst oder ist es einfach nur Humbug für Euch?

P.S. Ich möchte hier natürlich nicht alles schlecht machen (machen Dinge mögen gern etwas helfen), aber manche Sachen sind (für mich) einfach nur schwer zu glauben.

11 März 2007

Der Flughafen und die Hüfte

Dieser Post hat im Grunde nur indirekt etwas mit Rheuma zu tun ... aber ich würde ihn nicht schreiben wenn ich kein Rheuma hätte :)

Wie ich in meinem Post "Made of Steel" beschrieben hatte, habe ich zwei künstliche Hüftgelenke. Da diese aus Metal bestehen, macht sie sich auf dem Flughafen bei der Personenkontrolle natürlich bemerkbar. Ich habe dann meine Ausweise für meine Hüftgelenke dabei die ich dann vorzeigen kann. Auf diesen Ausweisen steht dass ich eine künstliche Hüfte habe, aus welchem Metal sie besteht und dass sie bei Metalldetektoren Alarm auslösen kann. Ausserdem ist darauf vermerkt dass der Ausweis nicht eine Körperkontrolle ausschliessen kann.

Vor ein paar Tagen musste ich mal wieder mit dem Flugzeug fliegen ... und ich war doch sehr erstaunt wie "einfach" ich durch die Personenkontrolle gekommen bin. Es hat gepiepst als ich durch den Metalldetektor ging, man hat mich kurz mit diesem kleinen Handegrät überprüft, es hat an beiden Hüften gepiepst, und damit war es für die Kontrolleure ok. Kein Abtasten ob da nicht doch noch etwas in meiner Hosentasche drin war womit man jemandem weh tun könnte, man hat sogar meine Ausweise nicht richtig oder gar nicht angeschaut. Meist hat nur ein kurzes "Ich habe zwei künstliche Hüftgelenke" gereicht. Man hat sich noch nicht mal die Mühe gemacht eine weibliche Kontrolleurin herbeizurufen um mich abzutasten, da männliche Beamte mich nicht abtasten dürfen.

An solchen Momenten bin ich dann doch etwas geschockt ... ich meine, ich habe nichts dagegen dass man mich richtig durchsucht (was mir auch schon passiert ist), ich habe schliesslich nichts zu verstecken, wenn ich daneben die Sicherheit hätte dass sie all die anderen Menschen die mit einem Flugzeug fliegen, genau so durchsucht würden.