27 September 2007

Miese Wetter

Man, ist das ein blödes Wetter: es regnet, viel Wind, und es ist richtig kalt. Richtiges Herbstwetter! Fühle mich deswegen auch nicht richtig wohl in meiner Haut. Ich habe keine wirklichen Schmerzen (meiner Hüfte geht es besser, es "zwickt" aber noch ein wenig), aber mein Körper fühlt sich so schwer an, so müde, so lustlos, so antriebslos. Ich war vorhin beim Krankengymnasten, der hat mir den Rücken so schön massiert, das hat meinem müden Körper richtig gut getan.

Ich denke, ich werde ihm jetzt noch etwas Gutes tun: ich werde mich schön warm einpacken und mich entspannen! Ich muss schliesslich den verpassten "Faulenzer-Abend" von gestern nachholen :)

26 September 2007

Dem Bus hinterher rennen ist schlecht für die Gesundheit :)

Ich hätte heute so grosse Lust mir einen ganz gemütlichen Abend zu machen, einfach nur auf dem Sofa rumgammeln. Ich bin heute nämlich dem Bus hinterher gerannt; der Bus war zu früh da, ja und da bin ich ein paar Meter gerannt. Das war keine gute Idee: jetzt tut mir die linke Hüfte weh. Im Sitzen spür ich nichts, nur beim Gehen. Ich habe also keine grosse Lust mich zu bewegen.

Nur leider muss ich heute abend noch weg, also wird das nichts mir dem gemütlichen Abend, leider :-(. Hoffe nur die Schmerzen sind bald wieder vorbei.

17 September 2007

Fragen über die Zukunft

Wenn man unter einer schweren Krankheit leidet, kommen einem oft Fragen in den Sinn, die sich ein gesunder Menschen vielleicht niemals stellen würde

Heute habe ich z.B. eine Sendung im Fernsehen gesehen, in der eine Mutter mir ihren Kindern Fussball gespielt hat. Da habe ich mich gefragt, wie es mal sein wird, wenn ich mal Kinder habe? Werde ich mit den Kindern herumtollen können? Werde ich meine Kinder hochheben können auch wenn sie schon etwas grösser sind? Wenn ich dies nicht machen kann, wird das mein Verhältnis zu den Kindern irgentwie beeinflussen? Werden sie sagen: "Schade, Mami kann nie mit uns spielen!"?

Kinder sind im Moment bei mir noch nicht in Planung, aber irgendwann würde ich schon gerne welche haben. Und dann werde ich mich vielleicht diesen Fragen stellen müssen. Vielleicht sind dann meine Fragen von heute völlig unbegründet und alles spielt sich ganz entspannt und "normal" ab. Wer weiss ...

Aber auch das werde ich schon irgendwie hinbekommen :) Hoffentlich :)

12 September 2007

Ohnmacht und Sturz

Vor einiger Zeit bin ich morgens nach dem Aufstehen in Ohnmacht gefallen (bin viel zu schnell aufgestanden, da hat der Kreislauf nicht mitgemacht). Dabei bin ich hingefallen, genau auf die Hüfte. Eigentlich habe ich ziemliche Angst auf die Hüfte zu fallen. Ich denke mir oft "Das muss höllisch weh tun auf die Hüfte zu fallen, wenn ich schon nur mit dem Fuss in die Bordsteinkannte renne, gibt das einen solchen Schlag in die Hüfte, das tut richtig weh!". Dieser Sturz hat meine Befürchtung allerdings nicht bestätigt. Ich bin zwar aus dem Stand auf den Boden gefallen (wahrscheinlich eher zusammengesackt) und das hat mir nicht weiter weh getan. Ich habe zwar den "Aufprall" gespürt und hatte kurz danach einen grossen blauen Fleck, aber nicht die "furchtbaren Schmerzen" die ich mir immer vorgestellt habe.

Aber naja, ein Zusammensacken kann man auch nicht mit einem richtigen Sturz vergleichen, wie z.B. die Treppe hinunterfallen ... allerdings muss ich jetzt auch nicht unbedingt wissen ob DAS wirklich "höllisch" weh tut ;)

11 September 2007

Wut auf den eigenen Körper

Meistens kann ich mit den Einschränkungen, die mein Körper, oder besser gesagt meine Gelenke, mir auferlegen, gut umgehen. Ich habe mich daran gewöhnt und komme im Alltag damit zurecht.

Ich habe aber auch Phasen (wie im Moment mal wieder), wo mich mein Körper einfach nur wütend macht ... er lässt mich nicht all das machen was ich gerne tun möchte. Er setzt mir einfach Grenzen, Grenzen die ich gar nicht überwinden kann (weil meine Gelenke einfach an einem Punkt blockieren), oder nur unter grossen Schmerzen überwinden könnte. Es sind Dinge, die ich gern machen würde ... es aber leider nicht kann. Das macht mich traurig.

Solche Phasen hat, denke ich, jeder mal. Ich bin im Moment mit einem kleinen Teil meines Lebens nicht sehr zufrieden, eben weil ich mich nicht so bewegen kann wie ich es gerne möchte ... vielleicht aber zusätzlich auch ein bisschen aus ganz anderen Gründen die mit meiner Krankheit nichts zu tun haben, ich jedoch alle Probleme auf meinen kranken Körper abwälze und ihm sozusagen die Schuld an allem gebe.

Allerdings weiss ich, dass dies nur eine Phase sein wird, die auch wieder vorbeigehen wird und ich mir wieder sagen kann: "Das kann ich nicht, na und?"

07 September 2007

Rituale an denen man sich festhalten kann

Wie ich bestimmt schon erwähnt habe, ist eins meiner Basismedikamente MTX (Methotrexat). Leider wird mir davon auch etwas schlecht, wie ich schon in diesem Post beschrieben hatte. Ich mag die MTX Spritzen deswegen nicht sehr.

Am Tag nach der Einnahme bin ich etwas "empfindlich"(was Gerüche und Geschmäcker angeht), habe auch einige "Macken" (oder eher Angewohnheiten) um mir die Übelkeit zu erleichtern oder um sie zu vertreiben. So habe ich z.B. Appetit auf Salziges (Chips, Schinken, etc) und trinke auch lieber Kohlensäurehaltiges (Mineralwasser, Cola, ...) als stilles Wasser. Verschiedene Dinge mag ich an solchen Tagen überhaupt nicht essen.

Ich höre auch während ich die Spritze mache Musik, damit kann ich mich etwas entspannen. Es ist im Grunde zu einem Ritual geworden ohne das es nicht mehr geht.

Klingt komisch, ist aber so. Oder kann das jemand nachvollziehen? Gibt es noch jemanden der etwas nach der MTX Einnahme einfach braucht?