Nach meine beiden Hüftoperationen hatte meine Krankheit sich einigermassen stabilisiert. Ich musste zwar noch immer Medikamente nehmen (als Basistherapie MTX und Sandimun) aber ich kann sagen dass es mir während ein paar Jahren "gut" ging.
Aber vor einem Jahr (September 2005) hatte ich wieder leichte Beschwerden bekommen. Hände und Knie hatten sich entzündet, und die Schmerzen liessen nicht auf sich warten. Innerhalb von 6 Monaten musste man mir 2 mal Wasser aus dem Knie entfernen. Daraufhin beschloss meine Rheumaärztin, meine Basistherapie umzustellen, da sie nicht mehr so gut wirkte. Ich lies das "Sandimun" weg, was im März 2006 durch ein Goldpräparat ersetzt wurde. Diese Goldpräparat wird während den ersten drei Monaten jede Woche in den Muskel gespritzt, danach nur noch jeden Monat einmal.
Meine erste Spritze bekam ich also an einem Freitagnachmittag. Ich ging zu meinem Hausarzt, der die ganze Sache mit einem "Lieber Gold am Finger als im Muskel" kommentierte. Zu dem Zeitpunkt wusste ich nicht, wie recht er hatte. Am Abend des selben Tages bekam ich plötzlich Fieber. Müde und erschöpft ging ich früh zu Bett. Schlafen konnte ich jedoch nicht, denn all meine Gelenke fingen an zu schmerzen. "Nah gut", dachte ich, "bei den Nebenwirkungen steht, dass nach den ersten Spritzen eine Verschlechterung der Krankheit auftreten kann, was keinen Grund zum Absetzen des Medikaments ist. Da muss ich jetzt eben durch". Effektiv sollte man mit der Behandlung nur aufhören wenn man Hautausschlag bekommt. Tja, und einen Tag später hatte ich den auch. Nach einer Hautbiopsie stellt sich heraus, dass ich wirklich allergisch auf das Goldpräparat reagiert hatte, und so die Therapie abbrechen musste.
24 September 2006
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